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Ratgeber

Vereinswebsite selbst machen oder machen lassen? Der ehrliche Vergleich

Soll euer Verein die Website selbst bauen oder bauen lassen? Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an — und zwar auf drei Dinge, die selten offen ausgesprochen werden: Zeit, Können und die Frage, was beim nächsten Vorstandswechsel passiert. Dieser Ratgeber vergleicht beide Wege ohne Verkaufsabsicht — inklusive der Fälle, in denen Selbermachen die richtige Wahl ist.

Von der sozialfolio-Redaktion · Aktualisiert am 05.07.2026

Das Wichtigste in Kürze
  • Selbermachen ist nicht kostenlos: 40 bis 100 Stunden Aufbau plus dauerhafte Pflege sind ehrenamtliche Zeit, die woanders fehlt — rechnet sie ehrlich mit.
  • Selbermachen funktioniert, wenn drei Dinge zusammenkommen: echte Web-Erfahrung, dauerhaft Zeit und ein realistischer Anspruch — dann ist es legitim und gut.
  • Die unterschätzten Baustellen sind unsichtbar: Rechtstexte, Updates, mobile Darstellung und vor allem das jahrelange Dranbleiben.
  • Der Vorstandswechsel-Test entscheidet: Domain auf den Verein, dokumentierte Zugänge, eine zweite eingeweihte Person — sonst gehört die Website faktisch einem Mitglied, nicht dem Verein.
  • Machen lassen kauft Zeit, Rechtssicherheit und Übergabefestigkeit — achtet auf Selbst-Pflege mit Einweisung und vollständige Übergabe ohne Abo-Fessel.
  • sozialfolio besetzt die Mitte: das Vereins-Paket für 750 Euro einmalig, kein Abo, dokumentierte Übergabe — Referenzpreis, weil ich mein Portfolio im sozialen Bereich aufbaue.

Die Ausgangsfrage: Was kostet euch eure Zeit wirklich?

„Selbst machen ist kostenlos“ — das ist der häufigste Rechenfehler in Vereinsvorständen. Eine Vereinswebsite selbst aufzubauen kostet realistisch 40 bis 100 Stunden: Einarbeitung ins System, Struktur, Design, Texte, Fotos, Rechtstexte, Tests, Korrekturen. Das sind Stunden von Menschen, die ohnehin ehrenamtlich Training geben, Kassen führen und Feste organisieren. Diese Zeit ist nicht kostenlos — sie fehlt woanders.

Dazu kommt die Pflege: Eine Website ist kein Projekt mit Enddatum, sondern eine Daueraufgabe. Termine aktualisieren, News einstellen, Updates einspielen, Rechtstexte aktuell halten — grob gerechnet ein paar Stunden im Monat, jeden Monat, über Jahre. Wer das beim Vergleich weglässt, vergleicht nicht ehrlich.

Die Frage ist also nicht „Was kostet machen lassen?“, sondern: „Was ist uns die ehrenamtliche Zeit wert, die Selbermachen bindet — und haben wir diese Zeit überhaupt?“ In Deutschland engagieren sich 28,8 Millionen Menschen freiwillig (Freiwilligensurvey 2019), und fast überall ist Zeit die knappste Ressource. Genau deshalb lohnt es sich, diese Rechnung einmal offen im Vorstand aufzumachen.

Wann Selbermachen gut funktioniert — ehrlich gesagt

Ja, es gibt Vereine, für die Selbermachen die richtige Entscheidung ist — und das sage ich, obwohl ich vom Website-Bauen lebe. Selbermachen funktioniert, wenn drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind: Erstens gibt es im Verein eine Person, die es wirklich kann — nicht „hat mal was mit Computern gemacht“, sondern echte Erfahrung mit Websites, inklusive der Rechtsthemen. Zweitens hat diese Person dauerhaft Zeit und Lust, nicht nur für den Aufbau, sondern für Jahre der Pflege. Drittens ist der Anspruch realistisch: eine kompakte, gepflegte Seite, kein Grafik-Feuerwerk.

Typische Fälle, in denen ich ehrlich sage „macht das selbst“: ein kleiner Verein mit wenigen Terminen und einem webaffinen Mitglied, das bleibt. Ein Verein, dessen Kasse wirklich keine 750 Euro hergibt — dann lieber ein einfacher, sauberer Baukasten-Auftritt als gar keine Website. Oder eine Initiative in der Gründungsphase, die erst einmal testen will, ob sie Bestand hat.

Wichtig ist dann nur, die typischen Selbermach-Fehler zu vermeiden: extern geladene Google Fonts (Abmahnrisiko), fehlendes oder unvollständiges Impressum, veraltete Datenschutzerklärung, eine Seite, die auf dem Handy zerfällt. Und: Dokumentiert von Anfang an alle Zugänge — dazu gleich mehr beim Vorstandswechsel-Test.

  • Echte Web-Erfahrung im Verein vorhanden — nicht nur „kennt sich mit Computern aus“
  • Dauerhaft Zeit für Aufbau UND jahrelange Pflege
  • Realistischer Anspruch: kompakt und gepflegt statt ambitioniert und veraltet
  • Rechtsthemen (Impressum, DSGVO, Fonts) von Anfang an ernst nehmen

Die unterschätzten Baustellen: Recht, Technik, Dranbleiben

Der sichtbare Teil einer Website — Farben, Bilder, Texte — ist der angenehme Teil. Unterschätzt werden die unsichtbaren Baustellen. Rechtlich: Impressumspflicht nach § 5 DDG, DSGVO-konforme Datenschutzerklärung, Einwilligungen für Fotos, lokal eingebundene Schriften. Das ist alles machbar, aber es muss jemand wissen, tun und aktuell halten — Details dazu im Ratgeber zur DSGVO für Vereinswebsites.

Technisch: Ein selbst aufgesetztes System wie WordPress braucht regelmäßige Updates — wer sie monatelang ignoriert, betreibt irgendwann ein Einfallstor für Angriffe. Baukästen nehmen euch das ab, binden euch dafür an Anbieter und Abo. Dazu kommen Backups, mobile Darstellung und Ladezeit: Über die Hälfte der Besucher kommt vom Handy, und eine Seite, die dort nicht funktioniert, existiert für diese Menschen praktisch nicht.

Und die größte Baustelle ist psychologisch: das Dranbleiben. Fast jeder kennt eine Vereinswebsite, deren „Aktuelles“ von vor drei Jahren stammt. Sie wurde mit Begeisterung gebaut — und dann wechselte der Job, kam das Kind, ging die Luft aus. Eine veraltete Website ist schlimmer als eine schlichte: Sie signalisiert Besuchern, dass im Verein nichts mehr los ist.

Der Vorstandswechsel-Test: die Frage, die kaum jemand stellt

Hier ist der Test, den ich jedem Verein empfehle — egal ob ihr selbst baut oder bauen lasst: Stellt euch vor, die Person, die eure Website betreut, hört morgen auf. Umzug, Zerwürfnis, Krankheit, neues Ehrenamt. Kann der Verein die Website weiterführen? Wer kennt die Zugänge zu Domain, Hosting und System? Auf wen ist die Domain registriert? Wo liegen die Einwilligungen für die Fotos? Wenn ihr diese Fragen nicht beantworten könnt, habt ihr keine Vereinswebsite — ihr habt die Website eines Mitglieds.

Genau daran scheitern selbstgebaute Vereinsseiten am häufigsten — nicht an Technik oder Design, sondern an der Übergabe. Das Wissen steckt in einem Kopf, die Domain läuft auf ein Privatkonto, das Baukasten-Abo auf eine private Kreditkarte. Beim Vorstandswechsel beginnt dann die Detektivarbeit, und nicht selten endet sie mit einem kompletten Neubau, weil niemand mehr an irgendetwas herankommt.

Übergabefestigkeit ist deshalb ein echtes Entscheidungskriterium: Domain auf den Verein registrieren, Zugänge zentral und sicher dokumentieren, eine zweite Person einweihen, Pflege-Abläufe kurz aufschreiben. Wenn ihr bauen lasst, gehört das ins Pflichtenheft: Verlangt, dass alle Zugänge und eine Dokumentation an den Verein übergeben werden — nicht an eine Einzelperson, und nicht als Geisel eines Wartungsvertrags.

  • Könnte der Verein die Website weiterführen, wenn der Betreuer morgen aufhört?
  • Domain auf den Verein registriert — nicht auf eine Privatperson?
  • Zugänge dokumentiert und einer zweiten Person bekannt?
  • Bei Dienstleistern: vollständige Übergabe vertraglich vereinbart?

Machen lassen: was es kostet — und worauf ihr achten solltet

Machen lassen kauft euch vor allem drei Dinge: Zeit, Verlässlichkeit und einen sauberen Stand ab Tag eins — Rechtstexte, SSL, mobile Darstellung, Struktur. Die Preisfrage habe ich im Ratgeber „Was kostet eine Vereinswebsite?“ ausführlich aufgedröselt; die Kurzfassung: Agenturen rufen oft 3.000 bis 8.000 Euro auf, Freelancer liegen meist darunter, Baukasten-Abos kosten dauerhaft etwa 10 bis 40 Euro im Monat.

Worauf ihr bei jedem Angebot achten solltet: Könnt ihr Inhalte danach selbst pflegen — mit Einweisung, nicht nur mit gutem Willen? Werden Domain, Zugänge und Inhalte vollständig an den Verein übergeben? Gibt es versteckte laufende Kosten? Und besteht der Anbieter den Vorstandswechsel-Test — bleibt der Verein handlungsfähig, auch wenn die Zusammenarbeit endet?

Mit sozialfolio besetze ich bewusst die Lücke zwischen „zu teuer“ und „nicht übergabefest“: das Vereins-Paket für 750 Euro — ein fester, einmaliger Endpreis nach § 19 UStG für den kompletten Vereinsauftritt, möglich durch eine erprobte Block-Bibliothek statt Entwicklung bei null, und derzeit als Referenzpreis, weil ich mein Portfolio im sozialen Bereich aufbaue. Ihr müsst dafür kein fertiges Konzept mitbringen: Eine grobe Idee reicht — Gestaltung, Struktur und Texte übernehme ich. Kein Abo, kein Wartungsvertrag: Die Website gehört danach dem Verein, mit dokumentierten Zugängen und einer Einweisung, damit ihr sie selbst pflegen könnt.

Die Entscheidungshilfe: sechs Fragen für euren Vorstand

Zum Schluss die Entscheidung als kompakte Fragenliste — nehmt sie mit in die nächste Vorstandssitzung und beantwortet sie ehrlich. Je öfter ihr mit Nein antwortet, desto klarer spricht das Ergebnis fürs Machenlassen; drei ehrliche Ja bei den ersten drei Fragen sprechen fürs Selbermachen.

Und egal wie ihr euch entscheidet: Beides ist legitim. Eine selbst gepflegte, schlichte Website eines engagierten Mitglieds ist besser als gar keine — und eine professionell gebaute nur dann gut, wenn der Verein sie danach mit Leben füllt. Eine Website ersetzt keine Vereinsarbeit; sie öffnet die Tür. Wer hindurchgeht, entscheidet sich draußen — an eurem Angebot, euren Menschen, eurem Ton.

  • Gibt es bei uns eine Person mit echter Web-Erfahrung — inklusive Rechtsthemen?
  • Hat diese Person dauerhaft Zeit für Aufbau und monatliche Pflege?
  • Bleibt die Website funktionsfähig, wenn diese Person aufhört?
  • Ist unsere Kasse bereit, ehrenamtliche Stunden ehrlich als Kosten zu sehen?
  • Brauchen wir die Seite bald — oder darf sie ein Langzeitprojekt werden?
  • Trauen wir uns zu, DSGVO, Impressum und Technik über Jahre aktuell zu halten?

Häufige Fragen

Ist es nicht viel günstiger, die Vereinswebsite selbst zu machen?+

Nur auf dem Papier. Selbermachen kostet realistisch 40 bis 100 Stunden für den Aufbau plus laufende Pflege — ehrenamtliche Zeit, die woanders fehlt. Dazu kommen Domain, Hosting und oft ein Baukasten-Abo. Eine machen gelassene Website für 750 Euro einmalig kann unterm Strich günstiger sein, wenn man die Zeit ehrlich mitrechnet. Wirklich günstiger ist Selbermachen nur, wenn Können, Zeit und Dranbleiben gesichert sind.

Wann ist Selbermachen die richtige Entscheidung?+

Wenn drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind: eine Person mit echter Web-Erfahrung im Verein, dauerhaft Zeit für Aufbau und Pflege, und ein realistischer Anspruch — kompakt und gepflegt statt ambitioniert und veraltet. Für kleine Vereine mit webaffinem Mitglied oder Initiativen in der Testphase ist das oft der vernünftigste Weg. Wichtig: Zugänge dokumentieren und die Domain auf den Verein registrieren.

Was ist der Vorstandswechsel-Test?+

Die Frage: Kann euer Verein die Website weiterführen, wenn die betreuende Person morgen aufhört? Dafür müssen Domain und Verträge auf den Verein laufen, Zugänge dokumentiert und einer zweiten Person bekannt sein und die Pflege-Abläufe kurz beschrieben vorliegen. Daran scheitern selbstgebaute Vereinsseiten am häufigsten — und gute Dienstleister bestehen diesen Test, indem sie alles vollständig an den Verein übergeben.

Was kostet es, die Vereinswebsite machen zu lassen?+

Übliche Spannen: Agenturen oft 3.000 bis 8.000 Euro, Freelancer meist darunter, Baukästen dauerhaft etwa 10 bis 40 Euro im Monat. Bei sozialfolio kostet der komplette Vereinsauftritt 750 Euro — das Vereins-Paket als fester, einmaliger Endpreis nach § 19 UStG, ohne Abo und Wartungsvertrag, derzeit als Referenzpreis im Portfolioaufbau.

Können wir eine machen gelassene Website später selbst pflegen?+

Das sollte die Grundbedingung jeder Beauftragung sein. Termine, News und Fotos müsst ihr ohne Dienstleister ändern können — mit einer richtigen Einweisung, nicht nur einem Login. Bei sozialfolio gehört genau das zum Paket: Einweisung, dokumentierte Übergabe von Domain, Zugängen und Inhalten. Änderungen, die ihr nicht selbst machen wollt, beauftragt ihr danach einfach nach Aufwand.

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